Initiative 27. Januar

Die Initiative 27. Januar e.V. hat im Jahr 2012 die "Aktion Würde und Versöhnung" zugunsten bedürftiger Holocaustüberlebender in Israel initiiert und ist für die Koordination und Öffentlichkeitsarbeit dieses deutsch-israelischen Aktionsbündnisses zuständig.


Die Initiative 27. Januar entstand 2005 in München als überkonfessionelle Bürgerbewegung, die aus Anlass des 60. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz eine öffentliche Gedenkveranstaltung am 27. Januar veranstaltete. Dies war der Auftakt für weitere jährliche Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag in München und später zusätzlich auch in Berlin. Im Jahr 2009 wurde ein Verein (Initiative 27. Januar e.V.) mit Sitz in München gegründet, der seit November 2010 auch als Nichtregierungsorganisation beim Deutschen Bundestag registriert ist. Die Initiative 27. Januar engagiert sich als zivilgesellschaftliche Initiative dafür, das Gedenken an den Holocaust lebendig zu halten, gegen jegliche Formen des Antisemitismus einzutreten und die deutsch-israelische Zusammenarbeit und Freundschaft zu fördern.

Im Jahr 2008 stand bei der Gedenkveranstaltung zum 27. Januar in München bereits das Thema der heutigen Lage der Holocaustüberlebenden im Mittelpunkt. Durch Kontakte zu Holocaustüberlebenden und ihren Verbänden in Israel, zu israelischen Partnerorganisationen und Vertretern aus der israelischen Politik entstand die Idee eines deutsch-israelischen Aktionsbündnisses, das in Deutschland das Bewusstsein für die Situation bedürftiger Holocaustüberlebender in Israel stärken und Hilfeleistung von Deutschland aus ermöglichen soll. Dieses Projekt wurde dann bei Veranstaltungen aus Anlass des 70. Jahrestages der Wannseekonferenz im Januar 2012 in Berlin erstmals öffentlich vorgestellt und konkret begonnen.

Bei den Gedenk- und Benefizveranstaltungen im Januar 2013 in Berlin und München stand die "Aktion Würde und Versöhnung" dann im Mittelpunkt des Programms und konnte zudem auch durch eine Pressekonferenz in Berlin einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Zuvor waren bereits Kirchengemeinden aufgerufen worden. Mit Infoständen, Flyern sowie Presse- und Videoarbeit wurde im Jahr 2013 die Öffentlichkeitsarbeit und der Spendenaufruf verstärkt. Bis Ende 2013 konnten seit Beginn der Aktion Würde und Versöhnung bereits Spenden in Höhe von mehr als 120.000 EUR an die Hilfsprojekte in Israel weitergeleitet werden.

Für das Jahr 2014 ist eine weiterreichende Kampagne für die Aktion Würde und Versöhnung geplant. Den Beginn machen hierbei wieder Gedenk- und Benefizveranstaltungen aus Anlass des Holocaust-Gedenktages in München (26.01.2014) und Berlin (27.01.2014). Weitere Aktivitäten und Veranstaltungen sind in Planung, auch bereits in Hinblick auf das Jahr 2015, in dem sich die Befreiung des KZ Auschwitz und das Ende des Holocaust zum 70. Mal jähren und in dem auch das Jubiläum von 50 Jahren deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen begangen wird.

Website: www.initiative27januar.org